Klassik Open Air Coburg

Gestern, 30. Juni, fand zum wiederholten Mal das Klassik Open Air im Rosengarten in Coburg statt. Wunderbares Wetter und blauer Himmel ließen die Besucherzahl auf eine rekordverdächtige Größe ansteigen. 

Das Klassik Open Air ist als Picknick ausgerichtet, so kamen die Besucher nicht nur in den akustischen Genuss des grandiosen Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg, sondern schwelgten darüber hinaus in lukullischen Genüssen. Viele brachten sich Tischchen und Stühle mit, manche saßen auf ihren Decken auf der Wiese, andere fanden auf der Bestuhlung Platz.

Das Motto war „American Night“ zu Leonard Bernsteins 100. Geburtstag. Das Konzert begann mit Stücken von George Gershwin aus Porgy and Bess. Es folgte „Three Places in New England“ von Charles Ives und endete vor der Pause mit Leonard Bernstein.

 

Nach der Pause spielte das Orchester Stücke aus der West Side Story, die durch traumhafte Stimmen das absolute Highlight des Abends waren. Das begeisterte Publikum forderte mehrere Zugaben ein.

Selten erlebte ich so einen Einheit von Dirigent und Orchester. Spontan fiel mir der Film „Trip to Asia“ ein, in dem es um eine Asienreise der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle geht. Die Musiker sind immer auf der Suche nach dem „Einklang“. Dies konnte ich gestern auch beim Philharmonischen Orchester spüren. Es war wie ein Leib. Der Dirigent ist die Lunge, das Herz und die Musiker die Glieder des Leibes. Einheit. Traumhaft und berührend schön.

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